„Sanierung der Sport-Infrastruktur kommt bei den Menschen an“
Der DOSB und seine Mitgliedsverbände appellieren anlässlich der gestarteten Koalitionsverhandlungen an die Verhandler*innen von CDU/CSU und SPD für ein klares Bekenntnis zur Förderung der Sportinfrastruktur.

17.03.2025

„Ein neuer Sportplatz, ein saniertes Schwimmbad, ein renoviertes Vereinsheim, ausreichend und ausgebildete Übungsleiter*innen und Engagierte bedeuten konkrete und sichtbare Fortschritte für unser Land und insbesondere unsere 86.000 Sportvereinen. Das kommt bei den Menschen vor Ort an und sorgt für Optimismus. Wir benötigen von der nächsten Bundesregierung jetzt dieses Signal des Aufbruchs, um unser Land zukunftsfähig aufzustellen“, forderte DOSB-Präsident Thomas Weikert.
Aus Sicht des organisierten Sports bedarf es dringend eines langfristigen Förderprogramms mit jährlich mindestens einer Milliarde Euro als Investitionssumme in die Sport-Infrastruktur (Bundesmilliarde), ergänzend zu den im geplanten Sondervermögen vorgesehenen Mitteln für Länder und Kommunen.
Für Jürgen Scholz, Sprecher der Konferenz der Landessportbünde und Präsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg, wäre dies insbesondere ein Beitrag zu mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt: „Sportstätten sind ein wesentlicher Teil der Sportinfrastruktur. Sie sind mehr als nur Gebäude - Turnhallen und Schwimmbäder, sie sind auch Treffpunkte für Menschen jeder Generation und Herkunft. Der große Zulauf in unseren Vereinssport zeigt dieses Bedürfnis eindeutig und wir benötigen moderne, digitale und zeitgemäße infrastrukturelle Rahmenbedingungen. Auch für den Schulsport sind Sportstätten eine alternativlose Voraussetzung.“
Für Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes und Sprecher der Spitzenverbände im DOSB, hätte ein deutliches Invest in die Sport-Infrastruktur auch mittel- und langfristige positive Folgen: „Wo sollen denn die leistungssportlichen Talente gefunden und gefördert werden? Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen für unsere Athletinnen und Athleten - sie sollen von klein auf in den Vereinen bis in den Nationalkadern von den besten Trainerinnen und Trainern gefördert werden - wenn wir in Zukunft auch bei Olympischen und Paralympischen Spielen, vielleicht sogar in Deutschland, wieder vorne mitspielen wollen.“
Gerade in herausfordernden Zeiten sieht Dr. Barbara Oettinger, Sprecherin der Verbände mit besonderen Aufgaben und Präsidentin des Aikido-Bundes, auch die sozialen Mehrwerte, die durch Investitionen in die Sport-Infrastruktur und somit mittels Programmen zur Stärkung von Inklusion und Integration gestärkt werden: „Im Sportverein lernen Menschen aus allen sozialen Schichten für ein gemeinsames Ziel Kompromisse zu finden. Hier lernen sie Fairness, Regeln und den Wert von Gemeinschaft. Sportvereine sind Orte der Demokratie, der Bildung und der Integration. Diese Werte innerhalb der Verbände- und Vereinsstrukturen zu stärken ist wichtiger denn je“, sagte Oettinger.
Der DOSB und seine Mitgliedsorganisationen appellieren daher an die Entscheidungsträger*innen auf Bundesebene, die Koalitionsverhandlungen zu nutzen, um - im wahrsten Sinne des Wortes - den Grundstein für die sportliche Zukunft unseres Landes jetzt zu legen!
Die 10 Forderungen des organisierten Sports an die nächste Bundesregierung