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Global Disability Summit in Berlin: DOSB gibt Versprechen ab

Der DOSB setzt sich mit einem sogenannten Pledge für die nationale und internationale Förderung von Teilhabe und Inklusion im und durch Sport ein. Das Versprechen reicht der DOSB im Rahmen des Global Disability Summit (2./3. April in Berlin) ein.

DOSB Redaktion
DOSB Redaktion

02.04.2025

Sport bietet durch seine niedrigschwelligen Zugänge ein hervorragendes und vielseitiges Mittel zur Förderung von Inklusion.

Das alle drei Jahre stattfindende internationale Gipfeltreffen dient dazu, die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen⁠ weltweit voranzubringen. Ausrichter sind in diesem Jahr die deutsche Bundesregierung unter Federführung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit den Co-Gastgebern Jordanien und der International Disability Alliance.

DOSB-Vorständin Michaela Röhrbein: „Mit diesem Versprechen zeigen wir deutlich, wie ernst wir unser Engagement und unsere Verantwortung nehmen. Sport bietet durch seine niedrigschwelligen Zugänge ein hervorragendes und vielseitiges Mittel zur Förderung von Inklusion. Doch als Gesellschaft sind wir leider noch weit davon entfernt, eine gleichberechtigte Teilhabe für alle zu gewährleisten. Auch im Sport gibt es noch viel zu tun, und wir möchten aktiv dazu beitragen, dass sich das ändert.“

  • Mit diesem Versprechen zeigen wir deutlich, wie ernst wir unser Engagement und unsere Verantwortung nehmen. Sport bietet durch seine niedrigschwelligen Zugänge ein hervorragendes und vielseitiges Mittel zur Förderung von Inklusion.

    Michaela Röhrbein
    Vorständin Sportentwicklung
    DOSB

    Das Versprechen besteht aus fünf Kernanliegen: Dass sich der DOSB in der Politik für inklusionsfördernde Maßnahmen stark macht; dass er die Schaffung verbesserter und barrierefreier Zugänge zum Sport für Menschen mit Behinderungen vorantreibt; dass er gezielte Qualifizierungen für Personal zur Durchführung inklusiver Sportangebote und -events anbietet; dass er Wissen und Best Practices weiterverbreitet; und dass er inklusive Sportangebote in der internationalen Sportförderung unterstützt.

    Den ganzen Pledge findet ihr hier.

    Deutschland hat bei der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen immer noch Nachholbedarf. Laut dem dritten Teilhabebericht der Bundesregierung (2021) gab mehr als jeder zweite Mensch mit Behinderung an, keinen Sport zu treiben. Diese Ergebnisse sind sowohl aus gesundheits- als auch aus gesellschaftspolitischer Sicht besorgniserregend. Der Deutsche Behindertensportverband zählt aktuell mehr als 500.000 Mitgliedschaften. In Deutschland leben jedoch allein rund acht Millionen Menschen mit Schwerbehinderung.

    Der DOSB treibt Sport als Mittel zur Inklusionsförderung in seinem eigenen Zuständigkeitsbereich national und international voran und ermutigt seine 102 Mitgliedsorganisationen sowie die 86.000 Sportvereine in Deutschland, dies ebenfalls zu tun. Mit seiner breiten Verankerung in der Gesellschaft kann der organisierte Sport einen wertvollen Beitrag zur gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen leisten und als Wegbereiter im Bereich der Inklusion dienen.

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